Geschichte

Jünglingssaal, Volksbücherei, Stadtbücherei

Die Anfänge der Kirchheimer Stadtbücherei gehen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. 1849 konstituierte sich ein sogenannter „Jünglingssaal“, der sich zur Aufgabe gestellt hatte, „Lehrlingen und sonntagsschulpflichtigen Jünglingen Gelegenheit zu nützlicher und im edlen Sinne unterhaltender Verwendung der Sonntagsabende“ anzubieten. In der Satzung vom 8. November 1849 ist von einer Bibliothek die Rede, „welche religiöse und andere in geistlichem Sinne verfasste populäre Werke aus allen Fächern des Wissens“ enthält. Dieser büchereiähnlichen Einrichtung traten 61 Jünglinge bei, die sich an Sonntagen von 16 bis 19 Uhr „still, aufmerksam und anständig“ beim Lesen verhalten mussten.

1907 wurde eine "Volksbücherei e.V. ", der Vorläufer der heutigen Stadtbücherei ins Vereinsregister eingetragen. Ihr Domizil fand sie zunächst im Alten Haus.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadtbücherei am 1. Oktober 1948 mit einem Bestand von 2.960 Büchern wieder eröffnet, nun auch mit hauptamtlicher Leitung.

Die Zahl der Bücher, der Leser und der Ausleihen stieg in den Folgejahren stetig an, 1971 wurden erstmals mehr als 100.000 Ausleihen gezählt.

1990 hat die Stadtbücherei das neue Gebäude am Krautmarkt bezogen. Dort bietet sie seither ein attraktives und vielfältiges Medienangebot für alle Altersgruppen.